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Neugeschreier Fest 2026

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Fortsetzung: Samstag, 13.06.2026

Willkommen in der Bildergalerie zum diesjährigen Neugeschreier Fest, das wieder im Rahmen eines gemeinsamen Heimattreffens von Weipertern und Neugeschreiern stattfand, und zwar vom 11. - 14. Juni.
Hana Hentzschel und Peter Bartl vom Heimatausschuss Weipert sowie Ellen und Steffen Pfeiffer aus Bärenstein haben eine schöne Festmesse und ein ansprechendes Rahmenprogramm vorbereitet und durchgeführt. Am Sonntag endete das Treffen mit einem festlichen Abschlusshochamt in der Weiperter Dekanalkirche.

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Bericht und Gestaltung von Erich Dick

Den überwiegenden Teil der Fotos verdanken wir Herrn
Peter Bartl vom Heimatausschuss Weipert

Donnerstag, 11.06.2026

Am Vortag des Festes unserer Herz-Jesu-Kirche wurde die Kirche wieder gereinigt und für die Festmesse geschmückt. Zehn Personen waren um 9:30 Uhr zu diesem Dienst für die Kirche eingetroffen. Darunter drei über 80-jährige: das Ehepaar Vroni und Gerhard Scharf sowie Christl Röckert. Mitgeholfen haben auch Ellen und Steffen Pfeiffer aus Bärenstein sowie Toni und Helena Hippmann mit ihrem Enkel Maurizio aus Neugeschrei und Peter Bartl.

Toni Hippmann hatte von zu Hause erneut einen Kanister warmes Wasser gebracht, so dass das Abwischen der Altäre und Bänke mit einem feuchten Tuch leicht von der Hand ging. Während dieser Arbeiten wurde von anderen der Altarraum, der lange rote Läufer sowie der Eingangsbereich gestaubsaugt und die Empore gefegt. Schließlich wurden die Altarkerzen zurückgeschnitten und der Altar mit frischen, noch von Christl Löffler (+ 15.11.2025) gewaschenen und gebügelten Altartüchern ausgelegt. Gegen 11:30 Uhr waren wir fertig.

Danach stieg ich noch mit Maurizio auf den Kirchturm bis auf die Ziffernblatt-Ebene der Turmuhr und wir ölten - wie dies 1x im Jahr notwendig ist - die Antriebswellen der großen Uhrzeiger zu allen vier Ziffernblättern.

Noch einmal eine kleine Vorgeschichte zum diesjährigen Fest

Neugeschrei liegt ja an einem alten Pilgerweg zwischen dem Franziskanerkloster in Kaaden (an der Eger) und dem ehemaligen Kloster Grünhain in Sachsen. Im Zuge der Wiederentdeckung alter Jakobswege, die im Mittelalter allesamt nach Santiago de Compostela führten, ist auch dieser Pilgerweg vom Verein "Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V." neu beschildert worden. Von Schmiedeberg über die Waldstraße nach Neugeschrei kommend, biegt er in die Bergschraße nach rechts ab, um "über die Höh'" nach Weipert, Bärenstein und Annaberg-Buchholz zum Sächsischen Jakobsweg von Görlitz nach Hof/Saale zu führen.

Vielleicht erinnern Sie sich noch: vor einem Jahr hat unsere Kirche einen Pilgerstempel erhalten. Für diesen haben wir ein selbst hergestelltes Wandkästchen im Eingangsbereich der Kirche angebracht.

Erkennen Sie links die kleine gelbe Muschel auf blauem Grund?

Aus dem Bild kann man ablesen, wohin der weitere Weg führt:
dort, wo die Strahlen zusammenlaufen, befindet sich die Spitze der Pfeilrichtung. An der Kreuzung Bergstraße/Waldstraße geht es also nach rechts.

Freitag, 12.06.2026

Draußen war derweil eine Manschaft von den Technischen Diensten der Stadt Weipert eingetroffen, die uns auf dem Kirchvorplatz freundlicherweise das inszwischen hoch gewachsene Gras mähte.

Dafür möchten wir der Stadt Weipert, insbesondere der Bürgermeisterin, Frau Jitka Gavdunová, ausdrücklich danken!

Um das unbehandelte Holz dieses Wandkästchens haltbarer zu machen, habe ich es zusammen mit Toni Hippmann noch einmal abgenommen und am Mittwoch, dem 10.06.2026, mit Firnis-Öl eingestrichen:

Leider war nicht zu sehen, aber anwesend: unser Fotograf, Peter Bartl. Allen Helfern und allen Helferinnen ein ganz herzliches Dankschön!

Am diesem Nachmittag traf sich um 17:00 Uhr noch eine Gruppe von fünf Personen, denen die Erhaltung der Neugeschreier Kirche ein Anliegen ist, zu einer Besprechung in Weipert im Gasthaus "Pod Lipami".

An diesem Vormittag brachte uns der Kultureferent der Stadt Weipert, Herr Petr Kratochvíl, nicht nur leihweise vier Bierzeltgarnituren - es wurde dann auch noch ein Dixi-Klo aufgestellt.

Hana Hentzschel und Peter Bartl haben für den Kaffee und Kuchen an der Kirche für den Fall von Regen zusätzlich ein eigenes Zeltdach mitgebracht und aufgestellt.

Um 13:00 Uhr trafen erste Teilnehmer der Nachmittagsveranstaltung ein - wir fuhren dann in Privat-Pkw's nach Schmiedeberg zum Museum zur Luftschlacht über dem Erzgebirge am 11.09.1044. Dort erhielten wir eine beeindruckende Führung zu deren Geschichte, über die in den vergangenen Jahrzehnten an verschiedenen Absturzstellen Überreste sowohl der deutschen Abfangjäger wie der amerikanischen Bomber gesucht und gefunden wurden. Durch zeitaufwendige Recherche konnten die Namen der einstigen Piloten ermittelt und Adressen der überlebenden einstigen Piloten gefunden werden. Besonders berührte mich, dass es dort in Schmiedeberg nach der politischen Wende an einem bedeutsamen Jahrestag zu einem Treffen jener Veteranen dieser Luftschlacht gekommen ist, znd zwar sowohl von deutschen wie amerikanischen Piloten, die die Schlacht überlebt haben. Seither hat dort zum Jahrestag öfter eine Veranstaltung stattgefunden, zu der jetzt auch Nachfahren der einstigen abgestürzten amerikanischen Piloten erscheinen - oft dankbar darüber, endlich von Schicksal ihrer bis dahin vermissten Vorfahren zu erfahren. Am beeindruckensten fand ich, dass unter unseren älteren Teilnehmern einzelne berichten konnten, wie sie als einstige Schüler diese Luftschlacht über Weipert erlebt haben.

Anschließend gingen wir zur Schmiedeberger Kirche, die für uns eigens geöffnet worden ist:

Die wunderschöne Decke der renovierten Kirche

Danach fuhren wir zurück zur Neugeschreier Kirche, wo es Kaffee und Kuchen gab.

Um 17:45 Uhr läuteten alle vier Glocken der Kirche zur Festmesse, die um 18:00 Uhr begann.

Nach der Festmesse fuhren alle nach Böhmisch Hammer zum Gasthaus "Habsburg", wo wir
zu Abend aßen und einen geselligen Abend erlebten, bei dem Lutz Röckert und Hana Hentzschel vertraute heimatliche Lieder vortrugen.

Am Ende der Festmesse bedankte sich Frau Hana Hentzschel sowohl bei Pfr. Eckert aus Marienberg und Pfr. Fischer aus Annaberg-Buchholz sowie bei unserem Organisten Benno Tietz, und würdigte zusätzlich den neuen Weiperter Bergmannsverein, der mit eigener Fahne bei unserer Festmesse vertreten war. Gemeinsam wurde abschließend das Steiger-Lied gesungen, das gerade bei uns in Neugeschrei in besonderer Weise an die Entstehung unserer Ortschaft erinnert, laut Chronik vor genau 479 Jahren.

Die ermittelten Absturzstellen im Erzgebirge zu beiden Seiten der Grenze

Landkarte der inzwischen bekannten Absturzstellen