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Es ist allgemein nicht so bekannt, dass es oben am Keilberg im Wald einen historischen Grenzstein gibt, der vor fast 500 Jahren drei Herrschaftsgebiete abgrenzte. Diesen sog. Dreiherrenstein hatte ich noch nie selbst gesehen - ein gutes Wanderziel als "Belohnung", nachdem ich an jenem frühen Nachmittag es 01.09. meine Arbeiten an der Neugeschreier Kirche abgeschlossen hatte.

Ich fuhr also mit dem Bus von Neugeschrei, Haltestelle "Schwarzes Kreuz", zum Keilberg hoch, stieg an der Haltestelle "Klínovec rozcestí" aus und suchte jenen Grenzstein, der im Tschechischen "trojmezný historický hraniční kámen" heißt, und den Sie im zweiten Bild links etwas unterhalb der Bildmitte finden können:

Wir befinden uns dort auf 1165 m ü.d.M.

Darunter kann man bei genauem Hinsehen lesen, dass der historische Grenzstein aus dem Jahre 1544 stammt.

Nun gehen wir auf ihn zu ...

Dies sind die drei Seiten des Grenzsteins.
(Achten Sie bitte auf den Schatten.)

Im Weitergehen auf dem Trampelpfad Richtung Norden ein Blick zurück ...

Ich habe dabei einige reife Heidelbeeren und Preiselbeeren genossen.

Was mich dort aber weit mehr als der farbenfrohe Grenzstein faszinierte, das war der ca. 60-80 cm tiefe Grenzgraben, der mich an ein Lied aus der Kindheit erinnerte, dessen 1. Strophe lautet:

Wer es hören möchte,
bitte hier anklicken

Endlich habe ich in natura den Grenzgraben (Grenzgrohm) sehen und erleben können, von dem Anton Günther in seinem berühmten Lied "Es Annl mit'm Kannl wullt in dä Schworzbeer gieh" singt! Darin heißt es nämlich, sie "fiel in den Grenzgrohm nei" (hinein).

Angekommen am Bartolomäus Berg, wo der Grenzgraben um 90 Grad nach links abknickt.

Aus dieser Richtung (von Süden her) waren wir gekommen,

und in diese Richtung (nach Westen) führt der Grenzverlauf weiter:

Hier kreuzt der Trampelpfad den Grenzgraben

Besonders gut ist hier zu erkennen, dass der Grenzgraben in einem Bogen um jeden Grenzstein herumgeführt wird, in einem Abstand von vielleicht 70 cm.

Hier knickt der Grenzverlauf wieder nach rechts ab und führt in ein Tal hinunter

In dieser sumpfigen Mulde scheint der Pöhlbach, der bei uns in Neugeschrei im Tal vorbeifließt, zu entspringen

Etwas weiter unten steht dieses Schild

Dann führt der Weg an einem kleinen Teich vorbei

Der Weg führt weiter talwärt, links vom Pöhlbach, in den Zechengrund hinunter - darüber berichte ich hier demnächst ...

Bericht und Fotos von Erich Dick

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Wanderung vom Dreiherrenstein am Keilberg durchs
Pöhlbachtal nach Oberwiesenthal am 01.09.2026