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Für Samstag, den 27.08.2016 hatte der einstige Bergmann Toni Hippmann zu einem ersten Berggottesdienst in die Neugeschreier Kirche eingeladen, nachdem er auf deren Dachboden zwei Jahre zuvor einen alten Fahnenaufsatz der früheren hiesigen Bergleute gefunden hatte. Aus Nah und Fern waren Bergbrüderschaften in voller Montur und mit Musikinstrumenten gekommen, um an dieser Andacht und dem anschließenden Fest auf dem Kirchvorhof teilzunehmen. Diese Berggottesdienste haben seither Jahr für Jahr am letzten Samstag im August stattgefunden.

Auch bei vielen festlichen Bergmannsumzügen im nahegelegenen Sachsen war immer eine Delegation der tschechischen Bergleute aus Weipert mit dabei, doch fehlte bislang eine eigene Fahne. Mit tatkräftiger Unterstützung der Bürgermeisterin von Weipert, Frau Jitka Gavdunová, ist diese Fahne in den vergangenen Monaten in Ústí nad Orlicí in Handarbeit hergestellt worden.

Am Samstag, dem 25.04.2026 ist diese Fahne der von zehn Weipertern neu gegründeten „Bergbrüderschaft Weipert“ („Hornický spolek Vejprty”) samt einer Gründungsurkunde nun offiziell von Frau Bürgermeisterin Jitka Gavdunová im Festsaal des Weiperter Rathauses übergeben worden, danach erfolgte in der Neugeschreier Kirche die Fahnenweihe als Segnung des Vereins und der Fahne durch Herrn Pfarrer Dr. Šímon Polívka.

Ich finde es bemerkenswert, dass sich die neue Bergbrüderschaft mit ihrer Fahne – im Wissen um die Mühsal und Gefahr der einstigen Bergleute unter Tage – der alten Tradition anschließt, sich ausdrücklich unter den Schutz Gottes zu stellen.

Zur Fahne der neuen Bergbrüderschaft Weipert wäre noch anzumerken:

Sie enthält neben dem historischen Wappen der Stadt Weipert die Farben Schwarz und Grün. Dies waren in der einstigen Tschechoslowakei Bergmannsfarben: die Bergmannsuniform war schwarz und enthielt bei Bergleuten für Erzabbau am Ärmel einen grünen Streifen.

Nachfolgend Fotos dieses besonderen Ereignisses:

Hier noch die Übersetzung des Textes ins Tschechische:

Založení Hornického spolku Vejprty
a svěcení vlajky v kostele v Novém Zvolání
dne 25. dubna 2026

V sobotu 27. srpna 2016 pozval bývalý horník Antonín Hippmann horníci z okolí na první hornickou bohoslužbu v kostele v Novém Zvolání, poté co dva roky dříve na půdě kostela objevil starou vlajkovou nástavnici patřící místním horníkům. Hornická bratrstva z blízka i daleka, v uniformách a s hudebními nástroji se přišla zúčastnit bohoslužby a následné oslavy před kostelem. Tyto hornické bohoslužby se od té doby konají každoročně poslední sobotu v srpnu.

Delegace českých horníků z Vejprt se také zúčastnila mnoha slavnostních hornických průvodů v nedalekém Sasku, ale doposud neměla vlastní vlajku. S aktivní podporou Vejprtské starostky, paní Jitky Gavdunové, byla tato vlajka v posledních měsících ručně vyrobena v Ústí nad Orlicí.

V sobotu 25. dubna 2026 starostka Jitka Gavdunová v obřadní síni radnice ve Vejprtech oficiálně předala vlajku nově založeného „Hornického spolku Vejprty“ spolu se zakládající listinou. Následně vlajku v kostele v Novém Zvolání posvětil pan farář Dr. Šímon Polívka.

Považuji za pozoruhodné, že nový hornický spolek se svou vlajkou – vědomé si útrap a nebezpečí, kterým horníci v minulosti v podzemí čelili – pokračuje ve staré tradici, svěřit se výslovně pod Boží ochranu.

Ohledně vlajky nového Hornického spolku Vejprty je třeba poznamenat, že kromě historického znaku města Vejprty se na ní objevují černé a zelené barvy. To byly barvy horníků v bývalém Československu: uniforma horníků byla černá a u rudníků měla na rukávu zelený pruh.

Níže jsou fotografie z této zvláštní události:

Beginnen möchte ich mit jenem Fahnenaufsatz, den Toni Hippmann im Jahr 2014 auf dem Dachboden der Neugeschreier Kirche gefunden hat, denn der Fahnenaufsatz zeigt, dass es lange vor der jetzigen (Neu-)Gründung der Bergbrüderschaft Weipert in Neugeschrei die Tradition gegeben hat, dass bei festlichen Umzügen die Nachfahren von Bergleuten mit einer eigenen Fahne unterwegs waren, um damit vermutlich auch an den Ursprung Neugeschreis zu erinnern, nämlich dass die Ortschaft ihr Entstehen dem Fund einer Silbererzader verdankt, die von einem Fuhrmann im Jahre 1547 unter einer umgestürzten Tanne oder Fichte entdeckt wurde und viele Bergleute anlockte.

Woher dieses exakte Datum stammt? Nun, aus der Chronik von Neugeschrei, wonach es zwei Briefe eines gewissen Matthias von Scharfenberg gibt, damaliger Amtshauptmann von Preßnitz, der den Erzaderfund vor Ort überprüft habe und darüber im ersten Brief, datiert 15.06.1547, die Kaiserliche Hofkammer in Wien, und im zweiten Brief vom 07.07.1547 die Königlich Böhmische Kammer in Prag informiert haben soll. Herr von Scharfenberg beschreibt darin sehr detailliert, was er vor Ort erlebt hat. Danach entstanden in Neugeschrei mehrere Bergmannsstollen (bei dreien habe ich die Eingänge als Kind selbst erkundet - sie waren offen). Auch in Weipert gab es Bergbau.

Dies also ist der Fahnenaufsatz, der im Jahr 2015 von Frau Waltraud Ranft aus Marienberg restauriert worden war (Fotos von HelgaScheichenost):

Fotos von Toni Hippmann, Bericht von Erich Dick

Der Vorsitzende der neu gegründeten Bergbrüderschaft Weipert, Herr Martin Hippmann, hat mit dem nachfolgenden Plakat zum Festakt der Vereinsgründung engeladen:

Der Festakt begann am Samstag, dem 25. April 2026 um 12:00 Uhr im Rathaus von Weipert, um 14:00 Uhr folgte die Fahnenweihe in der Kirche von Neugeschrei, danach wurde gefeiert.

Eintreffen der Bergleute an der Neugeschreier Kirche vor 14:00 Uhr:

Ein herzliches Dankeschön an Toni Hippmann, der uns diese Fotos
zur Veröfentlichung zur Verfügung gestellt hat!

Gründung der Bergbrüderschaft Weipert
sowie Fahnenweihe in der Neugeschreier Kirche
am 25.04.2026